Teks Drama dan Analisis Psikologi Sastra

TEKS DRAMA STELLA KARYA WOLFGANG VON GOETHE

 

Postmeisterin.

Karl! Karl!

Der Junge kommt.

Der Junge.

Was is?

Postmeisterin.

Wo hat dich der Henker wieder? Geh hinaus; der Postwagen kommt. Führ die

Passagiers herein, trag ihnen das Gepäck; rühr dich! Machst du wieder ein

Gesicht?

Der Junge ab. Ihm nachrufend

Wart, ich will dir dein muffig Wesen vertreiben. Ein Wirtsbursche muß immer

munter, immer alert sein. Hernach, wenn so ein Schurke Herr wird, so verdirbt

er. Wenn ich wieder heiraten möchte, so wär’s nur darum; einer Frau allein fällt’s

gar zu schwer, das Pack in Ordnung zu halten!

Madame Sommer, Lucie, in Reisekleidern. Karl.

Lucie, einen Mantelsack tragend, zu Karl.

Laß Er’s nur, es ist nicht schwer; aber nehm Er meiner Mutter die Schachtel ab.

Postmeisterin.

Ihre Dienerin, meine Frauenzimmer! Sie kommen beizeiten. Der Wagen kommt

sonst nimmer so früh.

Lucie.

Wir haben einen gar jungen, lustigen, hübschen Schwager gehabt, mit dem ich

durch die Welt fahren möchte; und unser sind nur zwei, und wenig beladen.

Postmeisterin.

Wenn Sie zu speisen belieben, so sind Sie wohl so gütig zu warten; das Essen ist

noch nicht gar fertig.

Madame Sommer.

Darf ich Sie nur um ein wenig Suppe bitten?

Lucie.

Ich hab keine Eil. Wollten Sie indes meine Mutter versorgen?

Postmeisterin.

Sogleich.

Lucie.

Nur recht gute Brühe!

Postmeisterin.

So gut sie da ist.

Madame Sommer.

Daß du dein Befehlen nicht lassen kannst! Du hättest, dünkt mich, die Reise über

schon klug werden können! Wir haben immer mehr bezahlt als verzehrt; und in

unsern Umständen –!

Lucie.

Es hat uns noch nie gemangelt.

Madame Sommer.

Aber wir waren dran.

Postillion tritt herein.

Lucie.

Nun, braver Schwager, wie steht’s? Nicht wahr, dein Trinkgeld?

Postillion.

Hab’ ich nicht gefahren wie Extrapost?

Lucie.

Das heißt, du hast auch was extra verdient; nicht wahr? Du solltest mein

Leibkutscher werden, wenn ich nur Pferde hätte.

Postillion.

Auch ohne Pferde steh ich zu Diensten.

Lucie.

Da!

Postillion.

Danke, Mamsell! Sie gehn nicht weiter?

Postillion.

Adies!

Madame Sommer.

Ich seh’ an seinem Gesicht, daß du ihm zu viel gegeben hast.

Lucie.

Sollte er mit Murren von uns gehen? Er war die ganze Zeit so freundlich. Sie

sagen immer, Mama, ich sei eigensinnig; wenigstens eigennützig bin ich nicht.

Madame Sommer.

Ich bitte dich, Lucie, verkenne nicht, was ich dir sage. Deine Offenheit ehr ich, wie

deinen guten Mut und deine Freigebigkeit; aber es sind nur Tugenden, wo sie

hingehören.

Lucie.

Mama, das Örtchen gefällt mir wirklich. Und das Haus da drüben ist wohl der

Dame, der ich künftig Gesellschaft leisten soll?

Madame Sommer.

Mich freut’s, wenn der Ort deiner Bestimmung dir angenehm ist.

Lucie.

Stille mag’s sein, das merk’ ich schon. Ist’s doch wie Sonntag auf dem großen

Platze! Aber die gnädige Frau hat einen schönen Garten und soll eine gute Frau

sein; wir wollen sehen, wie wir zurechtkommen. Was sehen Sie sich um, Mama?

Madame Sommer.

Laß mich, Lucie! Glückliches Mädchen, das durch nichts erinnert wird! Ach damals

war’s anders! Mir ist nichts schmerzlicher, als in ein Posthaus zu treten.

Lucie.

Wo fänden Sie auch nicht Stoff, sich zu quälen?

Kleinigkeit mir interessant ward, durch seinen Geist, durch seine Liebe!

Lucie.

Ich mag auch wohl gerne reisen.

Madame Sommer.

Und wenn wir denn nach einem heißen Tag, nach ausgestandenen Fatalitäten,

schlimmen Weg im Winter, wenn wir eintraten in manche noch schlechtere

Herberge, wie diese ist, und den Genuß der einfachsten Bequemlichkeit zusammen

fühlten, auf der hölzernen Bank zusammen saßen, unsern Eierkuchen und

abgesottene Kartoffeln zusammen aßen – – Damals war’s anders!

Lucie.

Es ist nun einmal Zeit, ihn zu vergessen.

Madame Sommer.

Weißt du, was das heißt: Vergessen! Gutes Mädchen, du hast, Gott sei Dank!

noch nichts verloren, das nicht zu ersetzen gewesen wäre. Seit dem Augenblick, da

ich gewiß ward, er habe mich verlassen, ist alle Freude meines Lebens dahin. Mich

ergriff eine Verzweifelung. Ich mangelte mir selbst; ein Gott mangelte mir. Ich

weiß mich des Zustands kaum zu erinnern.

Lucie.

Auch ich weiß nichts mehr, als daß ich auf Ihrem Bette saß und weinte, weil Sie

weinten. Es war in der grünen Stube, auf dem kleinen Bette. Die Stube hat mir

am wehsten getan, da wir das Haus verkaufen mußten.

Madame Sommer.

Du warst sieben Jahre alt, und konntest nicht fühlen, was du verlorst.

Annchen, mit der Suppe. Die Postmeisterin. Karl.

Hier ist die Suppe für Madame

Annchen.

Hier ist die Suppe für Madame.

Madame Sommer.

Ich danke, meine Liebe! Ist das Ihr Töchterchen?

Postmeisterin

Meine Stieftochter, Madame! aber da sie so brav ist, ersetzt sie mir den Mangel an

eigenen Kindern.

Madame Sommer.

Sie sind in Trauer?

Postmeisterin

Für meinen Mann, den ich vor drei Monaten verlor. Wir haben nicht gar drei

Jahre zusammen gelebt.

Madame Sommer

Sie scheinen doch ziemlich getröstet.

Postmeisterin.

O Madame! Unsereins hat so wenig Zeit zu weinen als leider zu beten. Das geht

Sonntage und Werkeltage. Wenn der Pfarrer nicht manchmal auf den Text

kommt, oder man ein Sterbelied singen hört. Karl, ein paar Servietten! deck hier

am Ende auf.

Lucie.

Wem ist das Haus da drüben?

Postmeisterin

Unserer Frau Baronesse. Eine allerliebste Frau.

Madame Sommer.

Mich freut’s, daß ich von einer Nachbarin bestätigen höre, was man uns in einer

weiten Ferne beteuert hat. Meine Tochter wird künftig bei ihr bleiben und ihr

Gesellschaft leisten.

Postmeisterin

Dazu wünsche ich Ihnen Glück, Mamsell.

Lucie

Ich wünsche, daß sie mir gefallen möge.

Postmeisterin.

Sie müßten einen sonderbaren Geschmack haben, wenn Ihnen der Umgang mit der

gnädgen Frau nicht gefiele.

Lucie.

Desto besser! Denn wenn ich mich einmal nach jemanden richten soll, so muß Herz

und Wille dabei sein; sonst geht’s nicht.

kommt dem Mädchen auf sein ganzes Leben zugute

Annchen.

Wenn Sie sie nur sehn! Sie ist so lieb! so lieb! Sie glauben nicht, wie sie auf Sie

wartet. Sie hat mich auch recht lieb. Wollen Sie denn nicht zu ihr gehn? Ich will

Sie begleiten.

Lucie.

Ich muß mich erst zurecht machen, und will auch noch essen.

Annchen.

So darf ich doch hinüber, Mamachen? Ich will der gnädigen Frau sagen, daß die

Mamsell gekommen ist.

Madame Sommer.

Und sag ihr, Kleine, wir wollten gleich nach Tisch aufwarten.

Postmeisterin.

Mein Mädchen hängt außerordentlich an ihr. Auch ist sie die beste Seele von der

Welt, und ihre ganze Freude ist mit Kindern. Sie lehrt sie allerlei Arbeiten

machen und singen. Sie läßt sich von Bauersmädchen aufwarten, bis sie ein

Geschick haben, hernach sucht sie eine gute Kondition für sie; und so vertreibt sie

sich die Zeit, seit ihr Gemahl weg ist. Es ist unbegreiflich, wie sie so unglücklich

sein kann, und dabei so freundlich, so gut.

Madame Sommer.

Ist sie nicht Witwe?

Postmeisterin.

Das weiß Gott! Ihr Herr ist vor drei Jahren weg, und hört und sieht man nichts

von ihm. Und sie hat ihn geliebt über alles. Mein Mann konnte nie fertig werden,

wenn er anfing, von ihnen zu erzählen. Und noch! Ich sag’s selbst, es gibt so kein

Herz auf der Welt mehr. Alle Jahre den Tag, da sie ihn zum letzten Mal sah, läßt

sie keine Seele zu sich, schließt sich ein, und auch sonst, wenn sie von ihm red’t,

geht’s einem durch die Seele.

Madame Sommer.

Wie meinen Sie?

Postmeisterin.

Man sagt’s nicht gern.

Madame Sommer.

Ich bitte Sie!

Postmeisterin.

Wenn Sie mich nicht verraten wollen, kann ich’s Ihnen wohl vertrauen. Es sind

nun über die acht Jahre, daß sie hierher kamen. Sie kauften das Rittergut;

niemand kannte sie; man hieß sie den gnädigen Herrn und die gnädige Frau, und

hielt ihn für einen Offizier, der in fremden Kriegsdiensten reich geworden war und

sich nun zur Ruhe setzen wollte. Sie war damals blutjung, nicht älter als sechzehn

Jahr, und schön wie ein Engel.

Lucie.

Da wär sie jetzt nicht über vierundzwanzig?

Postmeisterin.

Sie hat für ihr Alter Betrübnis genug erfahren. Sie hatte ein Kind; es starb ihr

bald; im Garten ist sein Grab, nur von Rasen, und seit der Herr weg ist, hat sie

eine Einsiedelei dabei angelegt und ihr Grab dazu bestellen lassen. Mein Mann

seliger war bei Jahren und nicht leicht zu rühren; aber er erzählte nichts lieber als

von der Glückseligkeit der beiden Leute, solang sie hier zusammen lebten. Man

war ein ganz anderer Mensch, sagte er, nur zuzusehn, wie sie sich liebten.

Madame Sommervor sich.

Ein Bild meines ganzen Schicksals!

Da waren alle Mäuler davon voll. Eben zur Zeit, da ich als eine junge Frau

hierher zog, auf Michael sind’s eben drei Jahre. Und da wußt jedes was anders,

sogar zischelte man einander in die Ohren, sie seien niemals getraut gewesen; aber

verraten Sie mich nicht. Er soll wohl ein vornehmer Herr sein, soll sie entführt

haben, und was man alles sagt. Ja, wenn ein junges Mädchen so einen Schritt tut,

sie hat ihr Leben lang dran abzubüßen.

Annchen kommt

Die gnädige Frau läßt Sie sehr bitten, doch gleich hinüberzukommen; sie will Sie

nur einen Augenblick sprechen, nur sehen.

Lucie.

Es schickt sich nicht in diesen Kleidern.

Beide ab.

Man hört einen Postillion.

Fernando, in Offizierstracht. Ein Bedienter.

Bedienter.

Soll ich gleich wieder einspannen und Ihre Sachen aufpacken lassen?

Fernando.

Du sollst’s hereinbringen, sag ich dir; herein. Wir gehen nicht weiter, hörst du.

Bedienter

Nicht weiter? Sie sagten ja

Bedientet ab.

Fernando, ans Fenster tretend.

So seh ich dich wieder? Himmlischer Anblick! So seh ich dich wieder? Den

Schauplatz all meiner Glückseligkeit! Wie still das ganze Haus ist! Kein Fenster

offen! Die Galerie wie öde, auf der wir so oft zusammen saßen! Merk dir’s,

Fernando, das klösterliche Ansehn ihrer Wohnung, wie schmeichelt es deinen

Hoffnungen! Und sollte, in ihrer Einsamkeit, Fernando ihr Gedanke, ihre

Beschäftigung sein? Und hat er’s um sie verdient? O! mir ist, als wenn ich nach

einem langen, kalten, freudelosen Todesschlaf ins Leben wieder erwachte; so neu,

so bedeutend ist mir alles. Die Bäume, der Brunnen, noch alles, alles! So lief das

Wasser aus eben den Röhren, wenn ich, ach, wie tausendmal! mit ihr gedankenvoll

aus unserm Fenster schaute, und jedes, in sich gekehrt, still dem Rinnen des

Wassers zusah! Sein Geräusch ist mir Melodie, rückerinnernde Melodie. Und

sie? Sie wird sein, wie sie war. Ja, Stella, du hast dich nicht verändert; das sagt

mir mein Herz. Wie’s dir entgegenschlägt! Aber ich will nicht, ich darf nicht! Ich

muß mich erst erholen, muß mich erst überzeugen, daß ich wirklich hier bin, daß

mich kein Traum täuscht, der mich so oft schlafend und wachend aus den fernsten

Gegenden hierher geführt hat. Stella! Stella! Ich komme! fühlst du nicht meine

Näherung? in deinen Armen alles zu vergessen! – Und wenn du um mich schwebst,

teurer Schatten meines unglücklichen Weibes, vergib mir, verlaß mich! Du bist

dahin; so laß mich dich vergessen, in den Armen des Engels alles vergessen, meine

Schicksale, allen Verlust, meine Schmerzen, und meine Reue – Ich bin ihr so nah

und so ferne – Und in einem Augenblick – Ich kann nicht, ich kann nicht! Ich muß

mich erholen, oder ich ersticke zu ihren Füßen.

Postmeisterin.

Verlangen der gnädige Herr zu speisen?

Fernando.

Sind Sie versehen?

Postmeisterin

O ja! wir warten nur auf ein Frauenzimmer, das hinüber zur gnädigen Frau ist.

Fernando.

Wie geht’s Ihrer gnädigen Frau?

Postmeisterin.

Kennen Sie sie?

Fernando.

Vor Jahren war ich wohl manchmal da. Was macht ihr Gemahl?

Postmeisterin.

Weiß Gott. Er ist in die weite Welt.

Fernando.

Fort?

Fernando.

Sie wird sich schon zu trösten wissen.

Postmeisterin.

Meinen Sie doch? Da müssen Sie sie wenig kennen. Sie lebt wie eine Nonne, so

eingezogen, die Zeit ich sie kenne. Fast kein Fremdes, kein Besuch aus der

Nachbarschaft kommt zu ihr. Sie lebt mit ihren Leuten, hat die Kinder des Orts

alle an sich und ist, ungeachtet ihres innern Schmerzens, immer freundlich, immer

angenehm.

Fernando.

Ich will sie doch besuchen

Postmeisterin.

Das tun Sie. Manchmal läßt sie uns invitieren, die Frau Amtmännin, die Frau

Pfarrerin und mich, und diskuriert mit uns von allerlei. Freilich hüten wir uns, sie

an den gnädigen Herrn zu erinnern. Ein einzigmal geschah’s. Gott weiß, wie’s uns

wurde, da sie anfing, von ihm zu reden, ihn zu preisen, zu weinen. Gnädiger Herr,

wir haben alle geweint wie die Kinder, und uns fast nicht erholen können.

Fernandovor sich.

Das hast du um sie verdient! –

Laut

Ist meinem Bedienten ein Zimmer angewiesen?

Postmeisterin.

Eine Treppe hoch. Karl, zeig dem gnädigen Herrn das Zimmer!

Fernando mit dem Jungen ab.

Lucie, Annchen kommen.

Postmeisterin.

Nun, wie ist’s?

Lucie.

Ein liebes Weibchen, mit der ich mich vertragen werde. Sie haben nicht zuviel von

ihr gesagt. Sie wollt mich nicht lassen. Ich mußte ihr heilig versprechen, gleich

nach Tisch mit meiner Mutter und dem Gepäck zu kommen.

Postmeisterin.

Das dacht ich wohl! Ist’s jetzt gefällig zu essen? Noch ein schöner langer Offizier

ist angefahren, wenn Sie den nicht fürchten.

Lucie.

Nicht im geringsten. Mit Soldaten hab ich lieber zu tun als mit andern. Sie

verstellen sich wenigstens nicht, daß man die Guten und Bösen gleich das erste

Mal kennt. Schläft meine Mutter?

Postmeisterin.

Ich weiß nicht.

Lucie.

Ich muß doch nach ihr sehn.

Postmeisterin.

Karl! Da ist wieder das Salzfaß vergessen. Heißt das geschwenkt? Sieh nur die

Gläser! Ich sollt dir sie am Kopf entzwei schmeißen, wenn du so viel wert wärst,

als sie kosten!

Fernando kommt.

Postmeisterin.

Das Frauenzimmer ist wieder da. Sie wird gleich zu Tisch kommen.

Fernando.

Wer ist sie?

Postmeisterin.

Ich kenn sie nicht. Sie scheint von gutem Stande, aber ohne Vermögen; sie wird

künftig der gnädgen Frau zur Gesellschaft sein.

Fernando.

Sie ist jung?

Lucie kommt

Lucie.

Ihre Dienerin!

Fernando.

Ich bin glücklich, eine so schöne Tischgesellschaft zu finden.

Lucie.

Ich erinnere mich kaum, daß ich einen hatte. Ich war jung, da er uns verließ, eine

Reise nach Amerika zu tun, und sein Schiff ist untergegangen, hören wir.

Fernando.

Und Sie scheinen so gleichgültig dabei?

Lucie.

Wie könnt ich anders? Er hat mir wenig zuliebe getan; und ob ich’s ihm gleich

verzeihe, daß er uns verlassen hat – denn was geht dem Menschen über seine

Freiheit? –, so möcht ich doch nicht meine Mutter sein, die vor Kummer stirbt.

Fernando.

Und Sie sind so ohne Hülfe, ohne Schutz?

Lucie.

Was braucht’s das? Unser Vermögen ist alle Tage kleiner worden; dafür auch ich

alle Tage größer; und mir ist’s nicht bange, meine Mutter zu ernähren.

Fernando.

Mich erstaunt Ihr Mut!

Lucie.

O, mein Herr, der gibt sich. Wenn man so oft unterzugehen fürchtet und sich

immer wieder gerettet sieht, das gibt ein Zutrauen!

Fernando.

Davon Sie Ihrer lieben Mutter nichts mitteilen können?

Lucie.

Leider ist sie, die verliert, nicht ich. Ich dank’s meinem Vater, daß er mich auf die

Welt gesetzt hat, denn ich lebe gern und vergnügt; aber sie – die alle Hoffnung des

Lebens auf ihn gesetzt, ihm den Flor ihrer Jugend aufgeopfert hatte, und nun

verlassen, auf einmal verlassen – – Das muß was Entsetzliches sein, sich

verlassen zu fühlen! – Ich habe noch nichts verloren; ich kann nichts davon reden. –

Sie scheinen nachdenkend!

Fernando.

Ja, meine Liebe, wer lebt, verliert;

Lucie.

Wie meinen Sie?

Fernando.

Alles Gute! die besten, wärmsten Wünsche für Ihr Glück!

Lucie.

Das ist ein wunderbarer Mensch! Er scheint aber gut zu sein.

Stella. Ein Bedienter.

Stella.

Geh hinüber, geschwind hinüber! Sag ihr, ich erwarte sie.

Stella.

Du siehst ja, sie kommt nicht. Ich hab das Mädchen recht lieb. Geh! – Und ihre

Mutter soll ja mitkommen!

Bedienter ab.

Stella.

Ich kann sie kaum erwarten. Was das für ein Wünschen, ein Hoffen ist, bis so ein

neues Kleid ankommt! Stella! du bist ein Kind. Und warum soll ich nicht lieben? –

Ich brauche viel, viel, um dies Herz auszufüllen! – Viel? Arme Stella? Viel? –

Sonst, da er dich noch liebte, noch in deinem Schoße lag, füllte sein Blick deine

ganze Seele; und – o Gott im Himmel! dein Ratschluß ist unerforschlich. Wenn ich

von seinen Küssen meine Augen zu dir hinauf wendete, mein Herz an dem seinen

glühte, und ich mit bebenden Lippen seine große Seele in mich trank, und ich dann

mit Wonnetränen zu dir hinaufsah, und aus vollem Herzen zu dir sprach: Laß uns

glücklich, Vater! du hast uns so glücklich gemacht! – Es war dein Wille nicht –

Stella.

Sie haben geliebt! O Gott sei Dank! Ein Geschöpf, das mich versteht! das

Mitleiden mit mir haben kann! das nicht kalt zu meinen Schmerzen dreinblickt! –

Wir können ja doch einmal nichts dafür, daß wir so sind! – Was hab ich nicht alles

getan! Was nicht alles versucht! – Ja, was half’s? – Es wollte das – just das – und

keine Welt, und sonst nichts in der Welt – Ach! der Geliebte ist überall, und alles

ist für den Geliebten.

Madame Sommer.

Sie tragen den Himmel im Herzen.

Stella.

Eh ich mich’s verseh, wieder sein Bild! – So richtete er sich auf, in der und jener

Gesellschaft, und sah sich nach mir um – So kam er dort übers Feld her

gesprengt, und warf sich an der Gartentür in meinen Arm. – Dahinaus sah ich ihn

fahren, dahinaus – ach, und er war wiedergekommen – war seiner Wartenden

wiedergekommen – – Kehr ich mit meinen Gedanken in das Geräusch der Welt – er

ist da! Wenn ich so in der Loge saß und gewiß war, wo er auch steckte, ich mochte

ihn sehen oder nicht, daß er jede meiner Bewegungen bemerkte und liebte, mein

Aufstehen, mein Niedersitzen! Ich fühlte, daß das Schütteln meines Federbusches

ihn mehr anzog als all die blinkenden Augen ringsum, daß alle Musik nur Melodie

zu dem ewigen Liede seines Herzens war: –Stella! Stella! Wie lieb du mir bist!”

Lucie.

Kann man denn einander so lieb haben?

Stella.

Du fragst, Kleine? Da kann ich dir nicht antworten – Aber mit was unterhalt ich

euch! – – Kleinigkeiten! wichtige Kleinigkeiten – Wahrlich, man ist doch ein

großes Kind, und es ist einem so wohl dabei – Eben wie die Kinder sich hinter ihr

Schürzchen verstecken und rufen Piep! daß man sie suchen soll! – – Wie ganz füllt

das unser Herz, wenn wir, beleidigt, den Gegenstand unsrer Liebe zu verlassen bei

uns sehr eifrig festsetzen; mit welchen Verzerrungen von Seelenstärke treten wir

wieder in seine Gegenwart! wie übt sich das in unserm Busen auf und ab! und wie

platzt es zuletzt wieder, auf Einen Blick, Einen Händedruck, zusammen.

Madame Sommer.

Wie glücklich! Sie leben doch noch ganz in dem Gefühl der jüngsten, reinsten

Menschheit.

Stella.

Ein Jahrtausend von Tränen und Schmerzen vermöchten die Seligkeit nicht

aufzuwiegen der ersten Blicke, des Zitterns, Stammelns, des Nahens, Weichens –

des Vergessens sein selbst – den ersten flüchtigen, feurigen Kuß, und die erste,

ruhigatmende Umarmung – Madame! Sie versinken, meine Teure! Wo sind Sie?

Madame Sommer.

Männer! Männer!

Stella.

Sie machen uns glücklich und elend! Mit welchen Ahndungen von Seligkeit

erfüllen sie unser Herz! Welche neue, unbekannte Gefühle und Hoffnungen

schwellen unsere Seele, wenn ihre stürmende Leidenschaft sich jeder unserer

Nerven mitteilt. Wie oft hat alles an mir gezittert und geklungen, wenn er in

unbändigen Tränen die Leiden einer Welt an meinem Busen hinströmte! Ich bat

ihn um Gottes willen, sich zu schonen! – mich! – Vergebens – Bis ins innerste

Mark fachte er mir die Flammen, die ihn durchwühlten. Und so ward das Mädchen

vom Kopf bis zu den Sohlen ganz Herz, ganz Gefühl. Und wo ist denn nun der

Himmelsstrich für dies Geschöpf, um drin zu atmen, um Nahrung drunter zu

finden?

Madame Sommer.

Meine Tochter fühlt –

Stella.

Doch keine Wohltat in diesem Vorschlag! Fühlen Sie, welche Wohltat Sie mir

tun, wenn Sie bleiben! O ich darf nicht allein sein! Liebe, ich hab alles getan, ich

hab mir Federvieh und Reh und Hunde angeschafft; ich lehre kleine Mädchen

stricken und knüpfen, nur um nicht allein zu sein, nur um was außer mir zu sehen,

das lebt und zunimmt. Und dann doch, wenn mir’s glückt, wenn eine gute Gottheit

mir an einem heitern Frühlingsmorgen den Schmerz von der Seele weggehoben zu

haben scheint; wenn ich ruhig erwache, und die liebe Sonne auf meinen blühenden

Bäumen leuchtet, und ich mich tätig, munter fühle zu den Geschäften des Tages:

dann ist mir’s wohl, dann treib ich eine Zeitlang herum, verrichte und ordne, und

führe meine Leute an, und in der Freiheit meines Herzens dank ich laut auf zum

Himmel für die glücklichen Stunden.

Madame Sommer.

Ach ja, gnädige Frau, ich fühl’s! Geschäftigkeit und Wohltätigkeit sind eine Gabe

des Himmels, ein Ersatz für unglücklichliebende Herzen.

Stella.

Ersatz? Entschädigung wohl, nicht Ersatz – Etwas anstatt des Verlornen, nicht das

Verlorne selbst mehr – Verlorne Liebe! wo ist da Ersatz für? – O wenn ich

manchmal von Gedanken in Gedanken sinke, freundliche Träume der

Vergangenheit vor meine Seele bringe, hoffnungsvolle Zukunft ahnde, und so in

des Mondes Dämmerung meinen Garten auf und ab walle, dann mich’s auf einmal

ergreift! ergreift, daß ich allein bin, vergebens nach allen vier Winden meine Arme

ausstrecke, den Zauber der Liebe vergebens mit einem Drang, einer Fülle

ausspreche, daß ich meine, ich müßte den Mond herunterziehen – und ich allein bin,

keine Stimme mir aus dem Gebüsch antwortet, und die Sterne kalt und freundlich

über meine Qual herabblinken! Und dann, auf einmal das Grab meines Kindes zu

meinen Füßen. –

Madame Sommer.

Und der ist hier! – wird in ihre Arme sinken, in wenig Minuten! – Und wir? –

Lucie, wir müssen fort!

Lucie.

Wohin Sie wollen.

Madame Sommer.

Gleich!

Lucie.

Kommen Sie in den Garten. Ich will ins Posthaus. Wenn nur der Wagen noch

nicht fort ist, so können wir ohne Abschied in der Stille – inzwischen sie, berauscht

von Glück –

Madame Sommer.

In aller Wonne des Wiedersehens ihn umfassend – Ihn! Und ich in dem

Augenblick, da ich ihn wieder finde – auf ewig! auf ewig!

Fernando, Bedienter kommen

Bedienter.

Hierher! Kennen Sie ihr Kabinett nicht mehr? Sie ist außer sich! Ach! daß Sie

wieder da sind!

Fernando vorbei, über sie hinsehend.

Madame Sommer.

Er ist’s! Er ist’s! – Ich bin verloren!

DRAMA STELLA KARYA WOLFGANG VON GOETHE DENGNA MENGUNAKAN ANALISIS PSIKOLOGI SASTRA

            Drama stella karya wolfgang von Goethe penulis ingin menganalis teks drama ini melalui pendekatan psikologi sastra, dalam drama ini terjadilah konflik internal dan eksternal. Wujud konflik dalam drama ini penulis membedakan atas dua hal yaitu internal dan ekxternal. Konflik internal yang menyangkut keinginan, tuntutan dan harapan, sedangkan konflik eksternal ini terjadi pada dua tokoh atau lebih yang mempertentangkan kekuasaan, kepemilikan, kebaikan seseorang.

            Konflik internal dalam naskah stella ini diawali ketika madam sommer diantar oleh anchen (pelayan postmeisterin yang sudah dianggap anak sendiri) dating, stella menyambutnya dengan penuh suka cita. Mereka saling bercerita tentang keluarga dan perjalanan hidup mereka. Disela-sela perbincangan mereka, stella ingn menunjukkan sebuah foto kepada madame sommer. Ketika sommer melihat foto tersebut, ia sangat keget dan hancur hatinya. Madame sommer yang telah meninggalkannya beberapa tahun yang lalu. Dari sinilah konflik yang dialami oleh tokoh-tokoh utama dari naskah drama stella dimulai. Konflik tersebut dapat dilihat pada beberapa dialog dibawah ini.

“ Madame Sommer

Das ist der letzte Tag meines Lebens! Das trägt mein Herz nicht! Alles,

alles auf einmal.

Ini adalah hari terakhir dalam hidupku! Hatiku tak dapat memikul ini

semua! Semua, semua sekaligus (babak 2, hal. 30)”

Dari dialog diatas terlihat jelas konflik yang dihadapi oleh madame sommer yang merupakan salah satu tokoh utama dalam naskah drama stella. Ia tidak kuasa menerima kenyataan pahit bahwa foto yang ditunjukkan oleh stella adalah dfernando, yang tidak lain adalah suaminya.

Dari foto yang ditunjukkan mengisyaratkan bahwa Fernando masih hidup dan tidak tenggelam ketika berlayar ke amerika. Suaminya yang sangat ia sayangi ternyata membohonginya dan menghianatinya dan memiliki wanita lain. Dan ternyata putrid satu-satunya luci ternyata menyukai stella. Satu wanita yang menghancurkan harapan dan mimpinya begitu dicintai oleh suami dan anaknya.

Konflik lain yang muncul pada tokoh yang lain adalah Fernando, saat Fernando kembali kerumah stella, ia merasakan sangat bahagia karena setelah sekian lama tak bertemu ia bisa kembali bersama-sama lagi.  Mereka saling melepaskan rindu dengan saling menanyakan kebar masing-masing. Stella sangat merasa bahagia begitu juga Fernando. Kebahagiaan stella sangat lengkap ketika suaminya kembali bersamanya.

Saat itu stella segera meminta Fernando untuk menjemput dan membujuk mereka untuk kembali kerumah dan menjadi pelayannya Fernando. Fernando akhirnya memenuhi permintaannya stella untuk menjemput mereka ke posthaus. Setibanya di posthtaus, ia merenung seorang diri. Fernando merasa bahwa ia tidak mengenali dirinya sendiri. Disinilah konflik batin yang dialami Fernando berawal. Ketika ia dihadapkan pada istri yang baik, cantik, kaya, terhormat dan benar-benar mencintainya ia merasa bahwa stella bukanlah wanita yang diinginkan hatinya. Seharusnya ia merasa bahagia namun  Fernando merasa ada bayangan cacili (sebutan lain dari madame sommer). Setiap ia memeluk stella, fenando sangat merasa bersalah pada istrinya karena ia meninggalkannya. Konflik yang dialami oleh Fernando dapat dilihat pada monolog berikut ini:

Fernando

(allein).

Engel des Himmels! Wie vor ihrer Gegenwart alles heiter wird, alles frei! –

Fernando, kennst du dich

noch selbst? Alles, was diesen Busen bedrängt, es ist weg; jede Sorge,

jedes ängstliche Zurückerinnern,

was war – und was sein wird! – Kommt ihr schon wieder? – Und doch,

wenn ich dich ansehe, deine

 Hand halte, Stella! Flieht alles, verlischt jedes andre Bild in meiner Seele!

 (babak 3, hlm. 39)

(sediri)

Malaikat – malaikat surga! Seperti dulu, semuanya jelas, semuanya bebas!

– Fernando, masihkah kau mengenali dirimu sendiri? Semuanya, apa yang

menyesakkan dada ini, semua telah pergi; setiap kesusahan, setiap

kembalinya kenangan yang tak menyenangkan, setiap hal apapun, dan

apapun yang menyebabkannya! – Sudah kembalikah dia? – Dan

bagaimanapun juga, jika aku melihatnya, genggaman tangannya, Stella!

Semuanya kabur, setiap gambar lain berlarian dalam pikiranku!

Dari penggalan monolog diatas, digambarkan seuasana hati Fernando sangat jelas. Konflik internal aygn dialami Fernando merupakan dorongan psikologi dari ego yang timbul karena kebetuhan-kebutuhan organism memerlukan tranksaksi-transaksi yang sesuai dengan kenyataan objektif. Dalam ha ini Fernando membutuhkan sebuah keyakinan untuk dirinya sendiri.rasa bersalan Fernando tersebut merupakan mekanisme dari segi ego, sehingga ia harus memerintahkan pertahanan ego untuk bertindak. Tindakan yang harus dilakukan adalah mencari cacili dan meminta maaf padanya. Akan tetapi Fernando merasa ragu tentang apa kata hatinya, namun sosok yang ada dihadapannya tersebut adalah seorang pelayan wanita yang hanya mirip saja dengan cacili. Keraguan kata hati Fernando dapat dilihat pada monolog berikut ini:

Fernando

vor sich.

Bicara pada dirinya sendiri

O Gott! und auch ihre Gestalt muß mich an mein Vergehen erinnern!!

Herz! Unser Herz! wenn’s in dir liegt, so zu fühlen und so zu handeln,

warum hast du nicht auch Kraft, dir das Geschehene zu verzeihen?– Ein

Schatten der Gestalt meiner Frau! – O wo seh ich den nicht!

Oh Tuhan! Bahkan sosoknya harus mengingatkanku akan masa laluku!

Hatiku! Hati kami! Jika kau begitu penting, begitu merasakan dan

bertindak, mengapa kau tak memiliki kekuatan untuk memaafkan

kejadian ini? Sesosok bayangan istriku! Oh dimanakah aku tidak

melihatnya! (babak 3, hlm. 44).

Dari sinilah terlihat pergolakan batin yang dialami oleh Fernando. Ia merasa tidak percaya dengan kata hatinya yang menunjukkan bahwa sosok wanita pelayan tersebut adalah cacili. Naamun pada kenyataannya wanita tersebut adalah pelayan yang bernama madama sommer.

Konflik internal kembali dialami oleh madama sommer yaitu, ketika Fernando menengalinya kembali. Hal ini terlihat pada kalimat yang diucapkan oleh madama sommer sebagai berikut:

Madame Sommer

Er erkennt mich!– Ich danke dir, Gott, daß du in diesen Augenblicken

meinem Herzen so, viel Stärke gegeben hast! – Bin ich’s? die

Zerschlagene! Die Zerrissene! die in der bedeutenden Stunde so ruhig, so

mutig ist? Guter, ewiger Vorsorger, du nimmst unserm Herzen doch nichts,

was du ihm nicht aufbewahrtest, bis zur Stunde, wo es dessen am meisten

bedarf”.

Dia mengenaliku! Aku bersyukur padamu Tuhan, karena Engkau telah

memberiku banyak kekuatan pada hatiku di saat-saat seperti ini!-Akukah

itu? Orang yang patah hati! Orang yang hancur! Aku begitu tenang di saat-

saat yang berarti, begitu berani? Kau sama sekali tak dapat mengambil

hati milik kami, apa yang tidak kau berikan padanya hingga saat itu tiba,

saat dimana kami membutuhkan itu (Babak 3, hlm. 44).

Kalimat diatas menunjukkan konflik yang dialami oleh madame sommer yang sebenarnya menantikan saat itu, saat Fernando dapat mengenalinya kembali. Dimana madame sommer menginginkan Fernando kembali padanya kembali. Desakan madame sommer tersebut, membuat Fernando semakin yakin bahwa wanita pelayan ini adalam cacili istrinya. Pada akhirnya ia mengakui bahwa ia adalah Fernando, suaminya yang telah meninggalkan cacili dan lucie. Pada akhirnya Fernando memutuskan untuk mengaja cacili dan putrinya pergi dari kota tersebut. Fernando tidak menghiraukan akibat yang akan terjadi jika ia pergi dengan cacili. Setelah ia meutuskan ingin pergi dengan cacili ia baru menyadarinya bahwa yang ia lakukan itu adalah tindakan yang bodoh. Hal ini diungkapkan pada kalimat berikut:

Fernando

(allein. sendirian)

Fort?– Wohin? – Wohin?– Ein Dolchstich würde allen diesen Schmerzen

den Weg öffnen, und mich in die dumpfe Fühllosigkeit stürzen, um die ich

jetzt alles dahingäbe! – Bist du da, Elender? Erinnere dich der

vollglücklichen Tage, da du in starker Genügsamkeit gegen den Armen

standst, der des Lebens Bürde abwerfen wollte; wie du dich fühltest in

jenen glücklichen Tagen, und nun! – Ja, die Glücklichen!– Eine Stunde

früher diese Entdeckung, und ich war geborgen; ich hätte sie nicht wieder

gesehn, sie mich nicht; ich hätte mich überreden können: sie hat dich diese

vier Jahre her vergessen, verschmerzt ihr Leiden. Aber nun? Wie soll ich

vor ihr erscheinen, was ihr sagen?– O meine Schuld, meine Schuld wird

schwer in diesen Augenblicken über mir!– Verlassen, die beiden lieben

Geschöpfe! – Und ich, in dem Augenblick, da ich sie wieder finde,

verlassen von mir selbst! elend! O meine Brust!

Pergi? – Kemana? Kemana harus pergi? Sebuah tikaman ini mungkin

membuka jalan dari kesakitan ini, dan aku pun akan jatuh dalam tekanan

untuk menyerahkan semuanya sekarang! Apakah kau di sana, orang

malang? Ingatlah kau akan hari – hari penuh suka cita, saat kau berdiri

dalam kesederhanaan menentang kemiskinan, dimana kau ingin

membuang segala beban hidup; seperti kau merasakan setiap hari – harimu

bahagia, dan seperti sekarang ini! – Ya, orang yang beruntung! Orang yang

beruntung! Satu jam sebelum pertemuan ini, dan aku selamat; seharusnya

aku tidak melihatnya, dan dia tidak melihatku; aku seperti bisa

meyakinkan diriku sendiri bahwa dia telah membuatku lupa selama 4

tahun dan mengatasi deritanya. Tapi sekarang? Bagaimana aku bisa

muncul dihadapannya, apa yang akan dikatakannya nanti? Oh salahku,

salahku akan mempersulit diriku sendiri! Membiarkan dua makhluk penuh

cinta itu! Dan aku, untuk sesaat aku dapat menemukannya lagi,

membiarkannya pergi sendiri! Malangnya! Oh hatiku!(Babak 3, hlm. 51).

            Disinilah konflik Fernando diaduk-aduk kembali. Ia bingung dan merasa bahwa dirinya ada jalan yang salah. Konflik batinya begitu membuat Fernando merasakan bahwa ia adalah seorang pecundang yang telah mengkhianati cinta cacili dan stella. Konflik yang menyelimuti terus berlansung dalam hatinya, kepalanya pusing serasa ingin meledak. Bagaimana ia bisa meninggalkan cacili, wanita yang telah begitu menderita karenanya, begitu pula stella wanita lembut dan sangat baik ia tidak kuasa untuk pergi darinya lagi. Kedua pilihan ini sangat berat bagi Fernando kebimbangan ini sungguh membuat Fernando berada pada situasi yang sangat buruk. Keadaan yang semakin mendesak ini membuat fernandi merasa bersalah dan tidak berguna hidup didunia ini. Hal ini terlihat pada pernyataan berikut ini.

” … Cäcilie! Mein Weib! o mein Weib! – Elend! Elend! tiefes Elend! –

Welche Seligkeiten vereinigen sich, um mich elend zu machen! – Gatte!

Vater! Geliebter! – Die besten, edelsten weiblichen Geschöpfe – Dein!

Dein? – Kannst du das fassen, die dreifache, unsägliche Wonne? – Und nur

die ist’s, die dich so ergreift, die dich zerreißt! – Jede fordert mich ganz –

Und ich? – Hier ist’s zu! – tief! unergründlich! – – Sie wird elend sein!

Stella! bist elend! – Was hab ich dir geraubt? Das Bewußtsein deiner

selbst, dein junges Leben! – Stella! – Und ich bin so kalt! (Fünfter Akt,

Seite 68)

…Cecilia! Istriku!O istriku!–Malang!–Malangnya! Sangat malang!–

Kebahagiaanmanayangbersatuuntukmembuatku

sengsara!Kesengsaraan!Bapa! Yang tercinta!-Yang terbaik, mahkluk wanita

yang paling sempurna!–Milikmu!–Milikmu?- Dapatkah kau melewati,

dari tiga bagian, Kenikmatan yang tidak dapat terucap?–Dan hanya dia,

yang mengambilmu, yang menghancurkanmu!– Setiap begitu

menyakitkan—Dan aku?–Disini begitu!–Dalam! Tak terduga—Kau akan

sengsara!–Stella! Kau begitu sengsara!–Apa yang telah ku ambil darimu!-

-Stella!–Dan aku sangat dingin?– (Babak 5, hlm. 68).

” … Cäcilie! Mein Weib! o mein Weib! – Elend! Elend! tiefes Elend! –

Welche Seligkeiten vereinigen sich, um mich elend zu machen! – Gatte!

Vater! Geliebter! – Die besten, edelsten weiblichen Geschöpfe – Dein!

Dein? – Kannst du das fassen, die dreifache, unsägliche Wonne? – Und nur

die ist’s, die dich so ergreift, die dich zerreißt! – Jede fordert mich ganz –

Und ich? – Hier ist’s zu! – tief! unergründlich! – – Sie wird elend sein!

Stella! bist elend! – Was hab ich dir geraubt? Das Bewußtsein deiner

selbst, dein junges Leben! – Stella! – Und ich bin so kalt! (Fünfter Akt,

Seite 68)

…Cecilia! Istriku!O istriku!–Malang!–Malangnya! Sangat malang!–

Kebahagiaanmanayangbersatuuntukmembuatku

sengsara!Kesengsaraan!Bapa! Yang tercinta!-Yang terbaik, mahkluk wanita

yang paling sempurna!–Milikmu!–Milikmu?- Dapatkah kau melewati,

dari tiga bagian, Kenikmatan yang tidak dapat terucap?–Dan hanya dia,

yang mengambilmu, yang menghancurkanmu!– Setiap begitu

menyakitkan—Dan aku?–Disini begitu!–Dalam! Tak terduga—Kau akan

sengsara!–Stella! Kau begitu sengsara!–Apa yang telah ku ambil darimu!-

-Stella!–Dan aku sangat dingin?– (Babak 5, hlm. 68).

            Dari penggalan tersebut diatas menunjukkan bahwa ia merasa sebagai malapetaka pada ketiga wanita yang sangat ia cintai yaitu, stella, cacili, dan lucie. Fernando tidak dapat memilih salah satu dari ketiga wanita ini, jika ia memilih stella, maka ia akan menghancurkan hidup cacili dan lucie. Dari sini madame sommer melihat situasi tersebut diatas madame sommer mempertimbangkan kebaikan stella. Desakan Fernando tersebut membuat madame someer semakin kesal dan melupakannya dengan sendiran-sindiran pedas, hal ini terlihat jelas dalam kalimat. “ got, eas ist meine frau” tuhan, dia adalah istriku (babak 3 hal: 44). Fernando benar-benar merasa yakin dengan suara hatinya bahwa madame sommer adalah cacili istrinya, ia merasa bersalah. Ia ingin meminta maaf pada cacili, namun malah terjadi perdebatan diantara keduanya:

Fernando

(zu ihren Füßen. Berlutut dikakinya). Ich bin’s!

Ini aku!

Madame Sommer

(mit einem Strom von Tränen an seinem Hals. dengan aliran air mata di

lehernya.)

Mein! –

Suamiku!

Fernando.

Cäcilie! – mein Weib! –

Cecilia! – istriku!

Cäcilie

(von ihm sich abwendend. ia berbalik)

Nicht mein – Du verlässest mich, mein Herz!-

Wieder an seinem Hals.

Fernando! – wer du auch seist – laß diese Tränen einer Elenden an deinem

Busen fließen – Halte mich diesen Augenblick aufrecht, und dann verlaß

mich auf ewig! – Es ist nicht dein Weib! – Stoße mich nicht von dir!

Bukan lagi milikku! – kau telah meninggalkanku, hatiku! –

Kembali di lehernya.

Fernando! – Siapa kau – Biarkan air mata penderitaan ini mengalir di

dadamu – Peluklah aku meski hanya sesaat kemudian tinggalkan aku

selamanya! Ini bukanlah istrimu! Jangan mendesakku!

Fernando.

Gott! – Cäcilie, deine Tränen an meinen Wangen – das Zittern deines

Herzens an dem meinigen! Schone mich! – schone mich!

Tuhan! – Cecilia, air matamu di pipiku – getaran dalam hatimu itu adalah

milikku! Percayalah padaku! Percayalah padaku!

Cäcilie.

Ich will nichts, Fernando! Nur diesen Augenblick! – Gönne meinem Herzen

diese Ergießung, es wird frei werden, stark! Du sollst mich loswerden –

Aku tak mau, Fernando! Hanya untuk saat ini! – jangan usik hatiku yang

pilu ini, ini akan menjadi bebas dan kuat! Kau harus membebaskanku –

Fernando.

Eh soll mein Leben zerreißen, eh ich dich lasse!

Sejak dulu haruskah aku mengoyak hidupku, sejak dulu aku

meninggalkanmu! (babak 3, hlm 48-49).

            Dialog diatas terlihat pertengkaran keduanya madame someer yang awalnya begitu menginginkan Fernando mengenalinya kembali, namun ketika harapannya terwujud ia malah menolaknya. Madame someer masih teringat ketika Fernando meninggalkannya.

            Dari hasil dialog dan analisis yang dilakukan penulis atas drama stella karya wolfgang von Goethe dengan menggunakan pendekatan psikologi sastra dapat penulis simpulkan sebgai berikut:

  1. Wujud konflik terjadi dalam naskah tersebut ada dua macam yaitu konflik internal dan eksternal.
    1. Konflik internal yang merupakan konflik yang terjadi pda seorang tokoh yang menyangkut keinginan, tuntutan, dan harapan
    2. Konflik eksternal yang merupakan konflik yang terjadi pada saat dua tokoh atau lebih yang mempertentangkan kekuasaan, kepemilikan, kebaikan seseorang atau pertengkaran.
    3. Penyebab konflik dalam naskah tersebut dipengaruhi oleh beberapa aspek yaitu:
      1. Adanay keteganangan yang diekspresikan
      2. Adanya tujuan pemenuhan kebutuhan yang berbeda.
      3. Kecilnya kemungkinan pemenuhan kebutuhan.
      4. Adanya kemungkinan pihak yang menghalangi pihak lain untuk mencapai tujuannya.
      5. Adanya ketergantungan
      6. Akibat konflik-konflik yang muncul dalam naskah
        1. Adanaya agresi kemarahan
        2. Kecemasan
        3. Fiksasi
        4. Represi

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